6.03.2010

So lange wie möglich zu Hause

Pressemitteilung 20. Januar 2010

In den letzten Jahren hat es in den Regionen Siegen-Wittgenstein und Olpe hinsichtlich der Betreuung von Menschen am Lebensende viele strukturelle Neuerungen gegeben.

Die meisten schwerstkranken Menschen haben den Wunsch, zu Hause in ihrer vertrauten Umgebung zu sterben. Nicht immer ist dies möglich, da gerade in ländlichen Gebieten die Versorgung nur schwer zu organisieren ist. Welcher Weg ist zu welchem Zeitpunkt der richtige? Die Entscheidung fällt oft schwer.

Seit 2006 gibt es in den Regionen Siegen-Wittgenstein und Olpe - basierend auf dem multiprofessionellen „Qualitätszirkel Palliativversorgung Siegen-Wittgenstein-Olpe – QZ Palliativversorgung SIWOL“ - ein Netz aus engagierten Haus-/ Fachärzten und Palliativmedizinern, die zusammen mit anderen Berufsgruppen in solchen Situationen helfen.

Seit dem 1. April 2007 hat jeder Bürger einen gesetzlichen Anspruch, in der letzten Lebensphase in den eigenen Wänden umsorgt zu werden. (SAPV Richtlinie).

Ein Kreis von 10 Palliativmedizinern in Siegen-Wittgenstein und Olpe gründete im Mai 2008 den „Palliativmedizinischen Konsiliardienst - PK SIWOL“ zur Verbesserung der regionalen Versorgung von Menschen am Lebensende vorwiegend im ambulanten Bereich .
Die zentrale Rolle übernimmt dabei der betreuende Hausarzt. Die Palliativmediziner übernehmen nur in besonders problematischen Fällen eine Teil- bzw. Vollversorgung der Palliativpatienten.

Der PK SIWOL setzt sich aus folgenden Palliativmedizinern zusammen:

Dres. med. H.-P. Becker (Berleburg), R. Jansen (Attendorn), S. Knips (Freudenberg), R. Mansfeld-Nies (Siegen), S. Mißmahl (Wenden), S. Mönninghoff (Lennestadt), G. Reichenbach (Olpe) , M. Rotermund (Siegen), G.Schneider (Siegen), R. Scholler (Siegen).

Aktuelle Versorgungssituation in Siegen-Wittgenstein-Olpe:

Seit April 2009 haben sich neben den 10 Palliativmedizinern mehr als 120 Haus- bzw. Fachärzte aus den Regionen Siegen, Wittgenstein und Olpe in den Palliativvertrag eingeschrieben und versorgten bislang mehr als 200 Palliativpatienten zusammen mit einem multiprofessionellen Team im ambulanten Bereich. Über 95% der versorgten Palliativpatienten konnten ihrem Wunsch entsprechend bis zuletzt zu Hause verbleiben.

Dr. med. Regina Mansfeld-Nies
Leiterin des PK SIWOL und Vorsitzende des PalliativNETZ SIWOL e.V.

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