11.09.2010

Pressemitteilung Januar 2010

Pressemitteilung 9-2010
Ambulante Palliativversorgung in Siegen-Wittgenstein und Olpe ausgezeichnet:

Bundesweiter Förderpreis in Dresden überreicht

„Die Versorgung von Schwerstkranken und Sterbenden in der häuslichen Umgebung ist in Westfalen-Lippe hervorragend organisiert”. Mit diesem Lob verband der Präsident der „Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin”, Prof. Dr. Christof Müller-Busch, die Verleihung des Anerkennungs- und Förderpreises an die Vertreter der „Palliativinitiativen Westfalen-Lippe” anlässlich des Palliativkongresses in Dresden am 11. September 2010.
Dr. med. Regina Mansfeld-Nies, Vorsitzende des „PalliativNETZ Siegen-Wittgenstein-Olpe e.V.”, ist eine der Preisträger. Sie nahm die Auszeichnung entgegen : „Wir sind stolz auf diese Auszeichnung für unser Modell, das allen Patienten offen steht und von Pflege- und Hospizdiensten, den Ärzten in Klinik und Praxis, weiteren wichtigen Versorgern des Palliativnetzes und allen Krankenkassen getragen wird”.

DGP-Förderpreis 9-2010 Dresden

In den letzten Jahren hat es in den Regionen Siegen-Wittgenstein und Olpe hinsichtlich der Betreuung von Menschen am Lebensende viele strukturelle Neuerungen gegeben. Viele schwerstkranke Patienten haben den Wunsch, zuhause im Kreise der Familie zu sterben. Das erfordert eine spezialisierte und fachübergreifende Versorgung. Seit 2006 gibt es in den Regionen Siegen-Wittgenstein und Olpe ein Netz aus engagierten Haus- und Fachärzten sowie Palliativmedizinern, die zusammen mit anderen Berufsgruppen aus den Bereichen der Pflege und Hospizarbeit den Betroffenen helfend zur Seite stehen.
Hintergrund für die ausgezeichnete Initiative ist, dass seit dem 1. April 2007 jeder Bürger einen gesetzlichen Anspruch hat, in der letzten Lebensphase in den eigenen Wänden umsorgt zu werden. (SAPV Richtlinie).

Im Jahr 2008 schlossen sich die Palliativinitiativen der 27 Regionen in Westfalen- Lippe zusammen, um gemeinsam mit den Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung WL den gesetzlichen Anspruch der Palliativpatienten auf eine Palliativversorgung im ambulanten Bereich zu realisieren und eine vertragliche Verbesserung sowohl im Bereich der allgemeinen als auch der speziellen ambulanten Palliativversorgung zu erreichen.
Seit April 2009 haben sich neben den 9 Palliativmedizinern mehr als 120 Haus- bzw. Fachärzte aus den Regionen Siegen, Wittgenstein und Olpe in den Palliativvertrag eingeschrieben. Allein 400 Palliativpatienten konnten so im häuslichen Bereich zusammen mit einem qualifizierten multiprofessionellen Team versorgt werden. In ganz Westfalen-Lippe wurden in diesem Zeitraum über 8.000 Menschen am Lebensende begleitet. Über 80% der in dieser Weise betreuten Schwerstkranken konnten ihrem Wunsch entsprechend bis zuletzt zu Hause verbleiben.
„ Dies sind beeindruckende Zahlen, die uns anspornen, an unserem gemeinsamen Engagement für eine verbesserte Versorgungsqualität in der letzten Lebensphase festzuhalten” , unterstreicht Frau Dr. Regina Mansfeld-Nies, Leiterin des PK SIWOL und Vorsitzende des PalliativNETZ SIWOL e.V.

Hier Ihr Link zum Palliativnetz Siegen-Wittgenstein-Olpe e.V.

20.01.2010

Gründung des Palliativnetz Siegen-Wittgenstein-Olpe e.V.

Pressemitteilung 20. Januar 2010

PalliativNETZ Siegen-Wittgenstein-Olpe e.V.

Medizin / Pflege / Hospizarbeit

- Solange wie möglich zu Hause

In den letzten Jahren hat es in den Regionen Siegen-Wittgenstein und Olpe hinsichtlich der Betreuung von Menschen am Lebensende viele strukturelle Neuerungen gegeben.

Die meisten schwerstkranken Menschen haben den Wunsch, zu Hause in ihrer vertrauten Umgebung zu sterben. Nicht immer ist dies möglich, da gerade in ländlichen Gebieten die Versorgung nur schwer zu organisieren ist. Welcher Weg ist zu welchem Zeitpunkt der richtige? Die Entscheidung fällt oft schwer.

Seit 2006 gibt es in den Regionen Siegen-Wittgenstein und Olpe - basierend auf dem multiprofessionellen „Qualitätszirkel Palliativversorgung Siegen-Wittgenstein-Olpe – QZ Palliativversorgung SIWOL“ - ein Netz aus engagierten Haus-/ Fachärzten und Palliativmedizinern, die zusammen mit anderen Berufsgruppen in solchen Situationen helfen. Die weiteren Beteiligten kommen aus den Bereichen der hospizlichen und palliativen Versorgung: ambulante Pflegedienste und spezialisierte Palliativ-Pflegedienste, ambulante Hospizdienste der Erwachsenen- und Kinderbetreuung, Krankenhäuser und Palliativstationen, Alten- und Pflegeheime, stationäre Hospize der Erwachsenen- und Kinderbetreuung, Schmerztherapeuten, Sozialarbeiter, Psychologen und Psychoonkologen, Psychosoziale Krebsberatungsstelle, Seelsorge und Trauerbegleitung, MDK, Krankenkassen, Physio- und Ergotherapeuten.

Seit dem 1. April 2007 hat jeder Bürger einen gesetzlichen Anspruch, in der letzten Lebensphase in den eigenen Wänden umsorgt zu werden. (SAPV Richtlinie).

Ein Kreis von 10 Palliativmedizinern in Siegen-Wittgenstein und Olpe gründete im Mai 2008 den „Palliativmedizinischen Konsiliardienst - PK SIWOL“ zur Verbesserung der regionalen Versorgung von Menschen am Lebensende vorwiegend im ambulanten Bereich .

Der PK SIWOL setzt sich aus folgenden Palliativmedizinern zusammen:
Dres. med. H.-P. Becker (Berleburg), R. Jansen (Attendorn), S. Knips (Freudenberg), R. Mansfeld-Nies (Siegen), S. Mißmahl (Wenden), S. Mönninghoff (Lennestadt), G. Reichenbach (Olpe) , M. Rotermund (Siegen), G.Schneider (Siegen), R. Scholler (Siegen).

Aus den Bestrebungen der letzen Jahre heraus gründete sich im November 2009 unter Mitwirkung von 33 Gründungsmitgliedern aus allen Bereichen der ambulanten und stationären Palliativversorgung im Erwachsenen- und pädiatrischen Bereich der gemeinnützige Verein „PalliativNETZ Siegen-Wittgenstein-Olpe e.V. – Medizin/Pflege/Hospizarbeit“ . Ziel des Vereins ist es nah an den Bedürfnissen der schwerstkranken und sterbenden Menschen sowie deren Angehörigen und Begleitern eine Sterbe- und Trauerbegleitung zu ermöglichen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Die Lebensqualität und Würde der Menschen, deren Autonomie und ihr Wunsch an dem gewünschten Ort sterben zu können, steht im Zentrum unseres Interesses. Unser gemeinsames Anliegen ist es, zukünftig in unseren Regionen Siegen-Wittgenstein und Olpe neben der Intensivierung von Öffentlichkeitsarbeit mit einem wachsenden Netz die palliative Versorgung durch fachlich hochwertige medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Begleitung weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Dr. med. Regina Mansfeld-Nies
Leiterin des PK SIWOL und Vorsitzende des PalliativNETZ SIWOL e.V.

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